Geschichte

Industriedenkmal Häusener Kran um 1950

Nassauische Kleinbahn und Häusener Kran, vermutlich 50er Jahre

Er wurde 1917 durch die Maschinenfabrik Jaeger/Duisburg erbaut, im Bautyp eines für die damalige Zeit hochmodernen elektrisch betriebenen Portaldrehkrans mit einem um 360 Grad verschwenkbaren 25 Meter langen Auslegerarm. Drei Antriebsmotoren sorgten für einen optimalen Arbeitseinsatz auf der 150 Meter langen, dem Flußverlauf im Bogen folgenden Kranbahn. 82 Jahre lang verrichtete der St. Goarshäuser Hafenkran seine Arbeit an der Nahtstelle zwischen Wasser und Land, überstand zwei Weltkriege und sorgte für zahlreiche Arbeitsplätze in der Stadt Stankt Goarshausen und dem Umland. Mit seiner Hilfe wurden sowohl Stückgut als auch Steine, Sand, Koks, Getreide u.v.m. zwischen den Rheinschiffen und der 1903 in Betrieb gegangenen Nassauischen Kleinbahn umgeladen.

Auch bot er der Binnenschiffahrt eine wichtige Zwischenleichterungsmöglichkeit in Zeiten vor der Rheinvertiefung. Bergfahrer konnten hier einen Teil ihrer Ladung vorübergehend lagern und so mit weniger Tiefgang die felsige Strecke um die Loreley bewältigen. 1999 ist er von der Fa. Rhenus, die ihn seit über 20 Jahren betrieb, in den Zwangsruhestand verabschiedet worden.

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