Stimmen, Gedanken, Meinungen

Ando aus Bingen:
„Immer wenn ich an dem Kran vorbeifahre, schaue ich zu ihm hin.
Wenn ich Zeit habe, parke ich das Auto und mache einen kleinen Spaziergang entlang des Ufers und stelle mir vor, wie geschäftig früher das Treiben hier gewesen sein muss.

Meine Heimat ist Bingen und dort gibt/gab es einen ähnlichen Kran am Rhein, der Sand verladen hat.
Es war als Kind mein Lieblings Ausflugsziel, mit meinem Opa dorthinzugehen, und das Be- und Entladen zu beobachten.

Leider wurde der Mohr Kran von der Firma Sand Fuchs bzw Gaul in diesen Tagen verschrottet.
Schade um die schöne Kulisse am Stadteingang.“

20. September 2015


Natur und Geschichte

„Immer wenn ich von Wiesbaden kommend nach St. Goarshausen herein fahre begrüßt mich als Erstes das
‚Ensemble Burg Katz, Häusener Kran und der viereckige Turm als Teil der alten Stadtmauer‘.

Dieses Bild von herrlicher Natur, mittelalterlichem Flair und Industriedenkmal berührt mich jedesmal auf’s Neue.

Für St. Goarshausen würde ich mir wünschen, dass ein Landschaftsarchitekt mit Herz und Visionen bei der beabsichtigten Gestaltung des ‚Rheinvorgeländes‘ am Hafen Natur Funktionalität und Geschichte in Einklang bringt.

Dies wäre nicht nur eine Verbeugung vor der Leistung unserer Vorfahren sondern auch eine Bereicherung für den Tourismus.

Die Vereinigung des wunderschönen Mittelrheintales mit seinen Burgen und dem sagenhaften Loreleyfelsen mit der uralten Thingstätte (heutige Loreleybühne) mit dem Denkmal der industriellen Entwicklung ist ein Pfund, mit dem St. Goarshausen wuchern sollte anstatt an einen Abriss zu denken.

Sicher gehört dazu gehört viel Fingerspitzengefühl. Ich würde mich freuen, wenn die Bürger von St. Goarshausen und die maßgeblichen Institutionen dies hätten.“
Siegrid Busch, Sankt Goarshausen

Meine Sicht auf Denkmäler:
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Denkmäler.
Für mich ist Alter kein Kriterium für Erinnerungswürdigkeit
Ich versuche zu bewerten, was ich aus der Vergangenheit, von Denkmälern für mein Leben erkennen kann.
Was vermittelt mir dieses oder jenes Denkmal, kann ich das für mein Leben nutzen.
Nur dieser Nutzen rechtfertigt für mich ein Denkmal.
Das Denkmal dient den jetzt lebenden Menschen, es hat keinen Selbstzweck.
Damit muß jedes Denkmal immer hinterfragt werden, ob es den Menschen dient.Daraus folgt: Vermittelt der Kran genug, um ihn zu erhalten?
Frage die lebenden Menschen, ob ihr Herz daran hängt. Die jetzt lebenden Menschen müssen es bezahlen.
Albert

Industriedenkmal Häusener Kran, Sankt Goarshausen
Pinwand Hier sammeln wir Meinungen, Zitate und Bilder zum Häusener Kran

Ein Erfahrungsbericht
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wenn Sie auf der Internetseite der Kulturstiftung den Hafenkran anklicken erfahren Sie viel über die komplette Restaurierung unseres auch lange außer Betrieb befindlichen Stader Hafenkrans von 1927. Er ist zwar etwas jünger und auch etwas kleiner, aber auch komplett genietet und eben außer Betrieb.
Er ist wie Ihr Kran als technisches Denkmal angelistet und somit erhaltenswürdig. Man muß sich nur kümmern. Das haben wir in Stade gemacht und erfolgreich durchgeführt. Für die Technik war der Kranbaumeister i.R. Roland Remstädt zuständig, während ich für die Siftung als Vorstand das nötige Material beschaffen mußte. Das gelang weitgehend über Spenden – aber nicht immer, und so sind für die komplette Sanierung
Zahlungen durch die Stiftung als neue Eigentümerin von knapp € 50000.- angefallen. Entscheidend war, dass die Arbeiten von einer Beschäftigungsfirma durchgeführt wurde, die vom Arbeitsamt Bezahlung erhielten.
Mit uns hat Frau Vetters bereits Kontakt aufgenommen und so warten der Kranbaumeister und ich auf ein Signal, um an den Rhein zu kommen und dort aus dem Schatz unserer Erfahrung zu erzählen und damit die Rettung des Häusener Kranes voran zu treiben.
In diesem Sinne viele Grüße von der Schwinge, dem Nebenfluss der Elbe an dem die Hansestadt Stade liegt. Ihr Dieter Kunze

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Das sagt die Denkmalschüzterin:

„Der Häusener Kran ist ein wichtiger Teil der Summe aller historischen Objekte, die St. Goarshausen in seiner Historie zu bieten hat.“ Katja Laupert, Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises. Hier ihr Beitrag in voller Länge.


Eine heitere Skulptur

„Ich mag den Kran, weil er außergewöhnlich ist. Wie eine Skulptur bietet er dem Auge eine unerwartete Abwechslung.
Von Vorne betrachtet wirken die Fenster im Kranhaus wie Augen, Nase, Mund. Dadurch wirkt der Kran ein klein wenig wie ein Lebewesen. Obwohl er schwere Lasten bewegt hat, erscheint er selbst filigran, geradezu heiter. Von seiner Struktur und Materialität ist er eine Bereicherung, eine ideale Ergänzung zu der erdigen Schwere von Bruchsteinmauern und der natürlichen Lebendigkeit der Wälder und Weinterrassen. Kranhaus des Häusener Krans
Außerdem erinnert er an Handel und Wirtschaften in vergangener Zeit. Er gibt dem Ort einen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Deshalb engagiere ich mich für den Erhalt des Häusener Krans.“
Katrin Vetters, Journalistin und ehrenamtliche Webmasterin dieser Internetseite.


Ihre Gedanken zum Häusener Kran?

Weinberge haben sie alle

Was macht die Rheingemeinden für Besucher unterscheidbar? Bingen ist einzigartig durch die Nahe-Mündung und den Mäuseturm. Oberwesel hat eine fast intakte Stadtmauer mit vielen gut erhaltenen Stadttürmen. Kaub hat die Pfalzgrafenstein. Sankt Goarshausen hat eine Höhenburg, wie viele Rheingemeinden. Sankt Goarshausen hat außerdem den Häusener Kran. Den gibt es nur hier.