Förderverein

Alles begann mit einem Artikel in der Rheinzeitung vom 27.10.1999.
Hierin teilte der damalige Stadtbürgermeister Heinz Heil folgendes mit:
“Die Stilllegung der Firma Rhenus auf dem Rheinvorgelände soll zum 31.Dezember ´99 erfolgen. Der Stadtrat wünscht, dass das Gelände in renaturiertem Zustand übergeben wird.“
Dies rief einige Bürger auf den Plan, die vor allem von dem alarmiert waren, was nicht explizit angesprochen wurde: dass, um das Gelände zu „renaturieren“, der dort seit 1917 vorhandene alte Hafenkran würde weichen müssen.
So gründete sich eine Initiativgruppe, die öffentlich für ihre Ansicht eintrat, daß der Kran, welcher seit 82 Jahren das Landschaftsbild entscheidend prägt und als Nahtstelle zwischen Schifffahrt und Nassauischer Kleinbahn maßgeblich an der historisch-wirtschaftlichen Entwicklung St.Goarshausens und des Hinterlandes beteiligt war, als Industriedenkmal erhalten werden müsse.
So wurden Kontakte geknüpft und erste Schritte eingeleitet, um einen Abriß des Kranes zu verhindern.

Nachdem der Förderverein „Häusener Kran“ sich ein Jahr lang als lockerer Zusammenschluß engagierter Bürger für den Erhalt des Industriedenkmals eingesetzt hatte, beschließen die Mitglieder Ende 2001, sich einen offiziellen Rahmen zu geben und den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Die Gründungsversammlung am 4.Oktober 2001 wird eröffnet von Jochen Dohm als Sprecher der bisherigen Arbeitsgemeinschaft „Häusener Kran“. Er gibt einen kurzen Aufriß zur Entwicklung des Vereines, der sich aus einer Bürgerinitiative heraus bildet, die sich Ende 1999 zusammenfindet, als bekannt wird, daß der alte Verladekran im Hafenvorgelände von St.Goarshausen abgerissen werden soll. Gegen dieses Ansinnen gilt es, Widerstand zu leisten, da der Kran nach Ansicht vieler Bürger nicht nur ein Wahrzeichen der Loreleystadt ist, sondern darüber hinaus auch ein wertvolles Kulturgut darstellt. Dieser Auffassung schließen sich in einer kurzentschlossen durchgeführten Meinungsumfrage fast 650 Bürger an und bekunden per Unterschrift ihren Wunsch, den Kran als Denkmal zu erhalten. Da das Landesdenkmalamt in Mainz sich der Bewertung des Kranes als wertvollem Objekt anschließt und ihn vorläufig unter Denkmalschutz stellt um den Abriß kurzfristig zu verhindern, wollen die Vereinsmitglieder sich jetzt doch einen offizielleren Status geben. Der Förderverein „Häusener Kran“ e.V. wird aus der Taufe gehoben. Die Versammlung beschließt eine Satzung, die dem Amtsgericht Koblenz zusammen mit dem Antrag auf Eintragung ins Vereinsregister zugeht Die Satzung wird anerkannt und dem Antrag stattgegeben. Des weiteren wählt die Gründungsversammlung erstmalig einen Vereinsvorstand. Der setzt sich zusammen aus dem 1. Vorsitzenden Jochen Dohm, der Schriftführerin Karin Born-Mourtada und dem Kassierer Walter Lauè. Am 18.10.2001 wird beim Finanzamt Koblenz die Gemeinnützigkeit beantragt, die am 16.01.2002 erteilt wird. Seither arbeitet der Verein kontinuierlich weiter an seiner Idee, den „Häusener Kran“, der inzwischen endgültig unter Denkmalschutz steht, zu sanieren und einer u.a. musealen Nutzung zuzuführen.